RF100 Einblicke

Für alle die mal gern ins Innere des RF100 blicken möchten, hier ein paar Einblicke:

Zunächst habe ich den Drucker auf die Seite legen. Vorher habe ich das Druckbett aus Glas entfernen.
Beim Umlegen habe ich die Filamentrolle festgehalten, damit sie nicht abfällt.
Dann habe ich die rot gekennzeichneten Schrauben entfernen. Es handelt sich dabei um Innensechskantschrauben.

Nun konnte ich das Bodenblech abnehmen und hatte freien Einblick in das Innere des Druckers.

Ich habe auf dem Foto kleine Punkte gesetzt. Der rote Punkt zeigt euch das Netzteil.
Der blaue Punkt markiert die Anzeige und die drei grünen Punkte sind die Stecker der drei Schrittmotoren.
Der gelbe Punkt direkt daneben ist der Anschluss für den Extruder.

Renkforce RF100

Anfang des Jahres habe ich mir einen 3d-Drucker von der Firma Renkforce zugelegt.
Er war mit 300,00 € recht günstig, zumal es sich nicht um einen Bausatz sondern um ein Fertiggerät handelt.

Seine Stärken sind:
Der Drucker ist relativ einfach zu bedienen und eignet sich daher auch für Anfänger, die handwerklich nicht besonders begabt sind. 😉
Er ist sehr stabil gebaut.

Allerdings hat er auch seine Schwächen.
Zum Einen ist das die begrenzte Druckfläche von 100 mm x 100 mm x 100 mm, zum Anderen hat man für den Extruder und Lüfter ein Flachbandkabel verwendet, welches recht schnell erste Ausfallerscheinungen zeigte. Zuerst viel der Lüfter aus und als nächstes machte der Extruder schlapp.
Man kann zwar ein neues Kabel als Ersatzteil für ca. 10,00 Euro nachbestellen, aber ich habe davon abgesehen, da man sich ausrechnen kann wie lange dieses Kabel halten wird.
Ich ersetzte die defekten Adern der Flachbandkabel durch ein altes vier adriges Telefon Anschlusskabel.
Es hält bis jetzt sehr gut durch.

Ein paar kleine Änderungen habe ich auch vorgenommen:


Hier kann man die „Heizung“ erkennen, die ich unter die Glasscheibe geklebt habe.
Es handelt sich dabei um eine einfache Heizfolie mit einem Steckernetzteil, welches je nach Bedarf einfach eingesteckt wird.
Nicht sehr komfortabel, aber sehr günstig und es funktioniert für erste Versuche.


Auf diesem Bild sieht man die beiden Kabel, welche ich neu eingezogen habe. Man kann auch recht gut das Flachbandkabel erkennen, das sich in der schwarzen Ummantelung befindet.


Hier kann man eine kleine Webkamera sehen, die ich noch zusätzlich angebracht habe.
Aber warum eine Webkamera?
Ganz einfach. 3-d Drucke können unter Umständen mehrere Stunden dauern. Da ich aber meinen Arbeitsrechner nicht unnötig lange laufen lassen möchte, habe ich auf einem Raspberry Pi die Software OctoPrint installiert. Diese Software hat eine Web Benutzeroberfläche und ich kann mit jedem Browser den Druck überwachen, inkl. „Sichtkontrolle“ per Webkamera.

Als kleine Anmerkung möchte ich hier noch sagen, dass der Drucker seine Elektronik auch per USB versorgt.
Das bedeutet, dass bei eingestecktem USB Kabel das Display leuchtet und man die Statusanzeige zu sehen bekommt.
Wer nun den Drucker wie ich über einen Raspberry Pi betreibt und den Hauptschalter für den Druck ausschaltet, dem stürzt sein Raspberry Pi ab.
Also muss man immer zuerst die USB Verbindung trennen und erst dann den Hauptschalter betätigen.
Das Drucken NUR über USB Stromversorgung ist nicht möglich.